Studientage 2013

„Trends beeinflussen und sind gleichzeitig Chance“

STUDIENTAGE Die Bemühungen des Atheismus haben ihr Ziel weitgehend erreicht. Begriffe wie Jesus und Bibel sind in vielen europäischen Städten oft unbekannt. Reden Christen vom Glauben, werden sie kaum noch verstanden.

Die Chancen erkennen, mutig auftreten und das Potenzial nützen: Dazu zeigte Michael Kotsch Ende Juni am Seminar für biblische Theologie (sbt) Beatenberg vor rund 100 Teilnehmern konkrete Schritte auf. Kotsch ist Dozent an der STH Basel und an der Bibelschule Brake sowie Vorsitzender des Bibelbundes Deutschland. Das Thema der diesjährigen Studientage lautete „Gesellschaftliche Trends und ihr Einfluss auf die Kirche.“

 

 

Moderner Traum ist der alte

„Kindergärten und Schulen bemühen sich, niemanden in irgendeiner Form zu beeinflussen, besonders nicht im Rollenverständnis von Mann und Frau. Um Prägungen zu verhindern, werden die üblichen Rollen vertauscht“, führte Kotsch aus. Will heissen: Die Jungs übernehmen die Küche, die Mädchen besorgen den Transport der Lebensmittel. Im Kindergarten sollen Buben mit Puppen spielen und Mädchen auf Bäumen herumklettern. Das neue ideologische Ideal ist ein neutraler Mensch. Vom Kindergarten an wird alles unternommen, um die Identitätsfindung zu erschweren (Gender Mainstreaming).

Erstaunlicherweise führe grösstmögliche Freiheit zur Tradition: Die meisten jungen Menschen würden von einer intakten Familie und einem Haus mit Garten am Stadtrand träumen. Gleichzeitig seien sie in ihren Geschlechterrollen tief verunsichert.

In neue Medien investieren

Gott habe den Menschen als Mann und Frau geschaffen. In der Jugendarbeit der Gemeinden hätten geschlechtergetrennte Anlässe darum identitätsstiftenden Sinn. „Jungen leben beim Raufen, Mädchen in Schminkkursen auf. Sie lernen, Mann und Frau zu sein. Schliesslich übernimmt der Prinz Verantwortung für die verehrte Prinzessin“, meinte Kotsch.

Wo die Verunsicherung bleibt, artikuliere sich die neue Generation in den sozialen Medien, dort stelle sie ihre Existenzfragen. Kotsch: „Packen wir die Chance! Das Evangelium hat Antworten und Trost. Etwas Zeit und Klarheit in Facebook und Twitter zu investieren ist sinnvoll. Neue Medien erleichtern Gemeindearbeit und eröffnen neue Möglichkeiten der Evangelisation.“ Nur zu jammern, helfe niemandem, so der Referent.

Theo Wüst

 

Die nächsten Studientage finden am letzten Wochenende im Juni 2014 statt.

Informationen zu den Studientagen 14