Ostertage 2015

mit Wolfgang Wegert, Gründer des Missionswerkes Arche in Hamburg

Bericht, der auf Livenet.ch erschien:

Vor voll besetztem Haus in Beatenberg sprach Pastor und Fernsehprediger Wolfgang Wegert zum Thema „Gott kennen ist Leben“.

Wenn es darum geht, einschneidende Erfahrungen zu verarbeiten, hilft uns allein Gottes Wort, die Dinge im richtigen Licht zu sehen. Mit dem erweiterten Selbstmord beim Flugzeugabsturz in Frankreich haben wir alle zu kämpfen. Wie ist das möglich? Warum lässt Gott so etwas geschehen, dass unschuldige junge Menschen wegen der mörderischen Gewalttat eines Einzelnen in den Tod gerissen werden? Ein vergleichbares Verbrechen ereignete sich zur Zeit von Jesus (Lukas 13): Pilatus liess einige Galiläer umbringen und vermischte ihr Blut mit dem Blut ihrer Schlachtopfer. Sie waren zur falschen Zeit am falschen Ort. Genau wie jene 18, die vom Turm in Siloah erschlagen wurden. Und jedem war bewusst, dass es ihn genauso hätte treffen können. Darum dann die Frage: Warum hat Gott das zugelassen? Ist ihm da was entglitten? Oder hatten die Getöteten vielleicht doch etwas falsch gemacht? Jesus geht auf das Warum nur mit einem Nebensatz ein: „Die Getöteten waren keine schlimmeren Sünder als ihr alle, die ihr jetzt dasteht.“ Wichtig ist ihm ein ganz anderes Thema: „Wenn ihr, die Zuhörer, nicht umkehrt, werdet ihr ebenso umkommen.“ Jesus erklärt damit, dass die ganze Menschheit etwas falsch gemacht hat. Wenn alle ausgelöscht worden wären, dann wäre Gott immer noch gerecht gewesen. Wir reden zwar davon, dass bei einem Attentat „Unschuldige“ umkommen. Aber wer ist denn schon wirklich unschuldig? Wir reden so, weil wir meist vergessen, dass die gesamte Menschheit wegen ihrer Abwendung von Gott hoffnungslos verloren ist. Jeder Tag, an dem wir leben, ist ein unverdientes Geschenk. Dass wir nicht im Flugzeug sassen, haben wir nicht irgendeiner besonderen Leistung zu verdanken. Jeder Tag ohne Katastrophe ist ein Beweis seiner Geduld. Wir haben keinen Rechtsanspruch auf Leben. Eines Tages werden wir alle umkommen. Letztlich ist es egal, ob wir in einem Altenheim sterben oder in einem Flugzeug. Es widerfährt einem sterbenden Menschen nichts Ungerechtes. Wir leben in einer Zeit der Gnade, in der Gott die Menschen bewahrt, obwohl sie es nicht verdient haben. Gottes Geduld scheint unendlich zu sein. Aber es kommt der Tag, wo jeder vor dem Gericht Gottes steht. So ist ein Flugzeugabsturz eine Erinnerung an unser eigenes Ableben. Gott möchte uns Menschen dadurch zur Umkehr bringen, damit wir uns durch Jesus retten lassen.

Theo Wüst (Dozent am sbt)